Ein LED-Leuchtrahmen kostet rund das Sechsfache eines unbeleuchteten Textilspannrahmens gleicher Größe. Ob sich dieser Aufpreis lohnt, hängt weniger vom Budget als vom Einsatzort ab: Im Schaufenster nach Ladenschluss, im dunklen Flur einer Praxis oder am Messestand unter Hallenlicht ist ein hinterleuchtetes Motiv oft die einzige Werbefläche, die überhaupt wahrgenommen wird. Hier die Zahlen.
Was ein LED-Leuchtrahmen kostet
Ein LED-Textilspannrahmen 100 × 100 cm beginnt bei 748,51 € inkl. MwSt. Darin enthalten sind das Lightbox-Profil mit 60 mm Tiefe, die LED-Module, das Netzteil mit Anschlussstecker, der lichtdurchlässige Backlit-Stoff mit Ihrem Motiv und die Wandhalterung. Der Rahmen kommt vormontiert – aufhängen, einstecken, fertig. Lieferzeit 6–7 Werktage.
Zum Vergleich: Ein unbeleuchteter Rahmen in derselben Größe kostet ab 109,55 €. Die Differenz sind Elektronik, tieferes Profil und der Spezialstoff.
Was ein LED-Leuchtrahmen verbraucht
Moderne Backlit-LED-Module benötigen je nach Bauart etwa 10 bis 20 Watt pro Quadratmeter Leuchtfläche. Für einen Rahmen 100 × 100 cm rechnen Sie also mit rund 15 W. Ein Rechenbeispiel:
| Betrieb | Stunden/Jahr | Verbrauch bei 15 W | Kosten bei 0,35 €/kWh |
|---|---|---|---|
| Ladenöffnungszeiten (10 h × 300 Tage) | 3.000 h | 45 kWh | ca. 16 € |
| Dauerbetrieb (24 h × 365 Tage) | 8.760 h | 131 kWh | ca. 46 € |
Selbst im Dauerbetrieb liegen die Stromkosten für einen Quadratmeter Leuchtfläche unter 50 € im Jahr – ein Bruchteil dessen, was ein einziger Strahler mit Halogenlampe verbraucht hätte. Mit einer Zeitschaltuhr oder dem optionalen Dimmer lässt sich der Verbrauch weiter senken.
Lebensdauer
LED-Module werden typischerweise mit 50.000 Betriebsstunden angegeben – das sind bei Ladenöffnungszeiten über 16 Jahre, im Dauerbetrieb knapp sechs. Netzteile sind das schwächere Glied und sollten als Verschleißteil betrachtet werden; sie lassen sich austauschen, ohne den Rahmen abzunehmen. Das Backlit-Tuch selbst altert nicht durch das Licht, sondern nur durch Sonneneinstrahlung und Verschmutzung.
Backlit oder Edge-lit?
Beim Backlit-Prinzip (z. B. Lightbox 60) sitzen die LEDs flächig auf einer Rückwand und leuchten das Tuch direkt von hinten aus. Das ergibt eine sehr gleichmäßige, kräftige Ausleuchtung auch bei dunklen Motiven, braucht aber ein etwas tieferes Profil.
Beim Edge-lit-Prinzip (z. B. Lightbox 90/100) sitzen die LEDs im Profil und strahlen seitlich in eine Lichtleitplatte oder in den Hohlraum. Das ermöglicht doppelseitige Leuchtrahmen für Messestände und POS-Aufsteller. Welches Profil für welchen Fall passt, zeigt der Profil-Guide.
Wann sich der Leuchtrahmen lohnt
- Schaufenster: Nach Ladenschluss ist das beleuchtete Motiv die einzige Werbung, die Passanten sehen. Für Einzelhändler mit Laufkundschaft am Abend rechnet sich das schnell – mehr dazu im Ratgeber Retail.
- Dunkle Flure, Wartebereiche, Treppenhäuser: Ein Leuchtbild ersetzt dort eine Lampe und setzt gleichzeitig ein Motiv.
- Messe: Unter Hallenlicht gehen unbeleuchtete Wände unter. Mobile Systeme wie der Pixlip Go lassen sich ohne Werkzeug aufbauen und in der Tasche transportieren.
- Außenbereich: Der Outdoor LED-Leuchtrahmen ersetzt den klassischen Leuchtkasten an der Fassade – mit wechselbarem Motiv statt fest verklebter Acrylglasscheibe.
Wann nicht: In hellen, tagsüber genutzten Räumen mit viel Tageslicht bringt die Beleuchtung wenig Mehrwert. Dort ist ein unbeleuchteter Rahmen mit Dekostoff die bessere Investition – und das gesparte Budget reicht für mehrere Rahmen.
Häufige Fragen
Kann ich das Motiv beim LED-Rahmen wechseln?
Ja, genauso wie beim unbeleuchteten Rahmen: Das Backlit-Tuch hat einen Silikonkeder und wird ohne Werkzeug getauscht. Ein neues Tuch bestellen Sie als Ersatz-Spanntuch (Backlit).
Brauche ich einen Elektriker?
Nein. Der Rahmen kommt mit Netzteil und Stecker für eine normale Steckdose. Nur wenn das Kabel unter Putz verlegt oder an eine Lichtschaltung angeschlossen werden soll, ist ein Fachbetrieb nötig.
Wird der Rahmen warm?
Kaum. LEDs erzeugen wenig Abwärme, das Aluminiumprofil leitet sie ab. Der Rahmen kann problemlos in Holzverkleidungen oder neben Textilien montiert werden.
Tipps für Druckdaten bei hinterleuchteten Motiven finden Sie im Beitrag Druckdaten richtig anlegen.
